Quelle: Ärzteblatt.de – Angesichts der zunehmender Digitalisierung im Gesundheitswesen und damit auch in Arztpraxen erhöhen sich die Anforderungen an die IT-Sicherheit für Gesundheitsdienstleister. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) hat nun in Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) nach Beauftragung durch den Gesetzgeber eine IT-Sicherheitsrichtlinie für Arztpraxen veröffentlicht. Diese soll die Anforderungen zur Gewährleistung der IT-Sicherheitsmaßnehmen beschreiben und in verständlicher Form für die Praxen erläutern.

Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV, erklärte dazu „Wir halten es für notwendig, dass wir die Richtlinien auch handhabbar machen“. Denn nicht jeder Arzt sei automatisch auch ein IT-Experte und daher benötigten Praxen konkrete Anwendungshinweise.

Neben der Bereitstellung von Musterdokumenten sollen seitens der KBV ab März auch digitale Fortbildungsmodule angeboten werden, damit Ärzte und Psychotherapeuten mehr Sicherheit in diesem Bereich gewinnen könnten.

Die Anforderungen an die IT-Sicherheit seien dabei einerseits von der Anzahl der Mitarbeitenden, die regelhaft mit der Datenverabeitung zu tun hätten, abhängig. Zum anderen spiele der Umfang der Datenverarbeitung eine Rolle. Weiterhin, so die KBV, enthalte die IT-Sicherheitsrichtlinie Anforderungen für Arztpraxen mit medizinischen Großgeräten sowie Angaben für die dezentralen Komponenten der Telematikinfrastruktur, wie etwa die Konnektoren.

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