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Ernährungstherapie

Ernährungstherapie

Ernährungstherapie ist ein eher weitläufiger Begriff und schließt verschiedene Krankheitsbilder ein. Grob versteht man darunter, die Anpassung der Nahrungsmittelaufnahme an die körperlichen Gegebenheiten. Die simpelste Notwendigkeit die Ernährung anzupassen, liegt bei Lebensmittelunverträglichkeiten, wie beispielsweise Lactose- oder Fructoseintoleranz oder aber auch bei Allergien. Die Ernährungstherapie beschränkt sich aber nicht nur auf die Verträglichkeit des Körpers gegenüber einem speziellen Lebensmittel, sondern beinhaltet auch die gezielte Ernährung um Symptome oder den Schweregrad einer Krankheit zu vermindern.

Sehr viele Krankheiten lassen sich durch die richtige Ernährung regulieren. Zum Beispiel ist bei einer rheumatischen Erkrankung das Verzehren von Fisch, Gemüse und Obst von großer Bedeutung. Aber auch bei einer Bauspeicheldrüsen-Funktionsstörung ist die Ernährung sehr wichtig. Wenn die Funktion der Bauspeicheldrüse gestört ist, kann es zu Verdauungsstörungen und auch zu Störungen der Blutzuckerregulation kommen. Gewisse Stoffe wie Fette können nicht gespalten werden und sind dadurch nicht verwertbar. Es kommt zu einem Nährstoffmangel und häufig auch zur Gewichtsreduktion. Therapiert wird hier häufig durch die Einnahme von Verdauungsenzymen bei den Mahlzeiten, begleitet durch eine angepasste Ernährung mit gesteigerter Einnahme von Eiweiß und Flüssigkeitszufuhr. Auch die Zufuhr der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K muss gewährleistet werden.

An Lebensmittelunverträglichkeiten leiden in Deutschland ungefähr 23 Prozent, davon vertragen 16 Prozent keine Milchprodukte, 11 Prozent haben eine Histaminunverträglichkeit, 10 Prozent müssen auf den Fruchtzuckergehalt in Lebensmitteln achten, 9 Prozent auf Gluten und 13 Prozent haben andere Unverträglichkeiten.

Rheumatische Erkrankungsbilder treten bei 10 Millionen Deutschen auf, ca.450.000 Menschen erkranken jährlich an Krebs, 270.000 haben einen Schlaganfall, 4.000 erkranken an Morbus Crohn und 1.600 an dem Kurzdarmsyndrom. Es gibt jedoch noch viele andere Krankheitsbilder, die eine Anpassung der Ernährung mit sich führen. 

Meist sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten angeboren, können jedoch auch im Laufe des Lebens enstehen. Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit, kann der Körper die eingenommenen Substanzen nicht verdauen und scheidet diese aus. Bei Allergien hingegen reagiert das Immunsystem über und bildet Antikörper, wodurch es zu starken allergischen Reaktionen kommen kann. Hervorgerufen werden können diese beispielsweise durch Umwelteinflüsse oder chemische Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Die anderen genannten Krankheiten, welche eine Anpassung der Ernährung mit sich führen, haben sehr unterschiedliche Ursachen.

Bei Lebensmittelunverträglichkeiten wird vermutet, dass die Betroffenen zuvor falsche Ernährungsgewohnheiten gepflegt haben oder aber auch eine Krankheit die Ursache der Unverträglichkeit ist. Auslöser einer Allergie kann hingegen nahezu jeder Stoff sein. 

Da der Körper auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen ist, ist generell empfehlenswert darauf zu achten, um eine optimale Versorung zu schaffen. 

Lebensmittelunverträglichkeiten können sich durch verschiedene Symptome äußern, wie: 

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden (Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall)
  • Herzrhytmusstörungen
  • bei Pseudoallergien (Histaminunverträglichkeit): Hautrötungen, Quaddelbildung, Atemnot, Juckreiz

Bei Lebensmittelallergien kommt es in den häufigsten Fällen zu Schwellungen der Schleimhaut im Mund und im Nasen-Rachen-Raum oder auch zum Anschwellen der Zunge. Durchfall, Übelkeit, Erbechen oder Hautausschlag können ebenfalls Symptome darstellen. 

Personen, die an anderen Krankheiten leiden und daher ihre Ernährung anpassen müssen, können die Auswirkung der Nahrung oft durch den eigenen Gesundheitszustand erkennen, da sich dieser mit eingehaltenem Ernährungsplan häufig verbessert. 

 

Unverträglichkeiten können durch einfaches Weglassen der vermuteten Nahrungsbestandteile überprüft werden.Treten keine Beschwerden mehr auf, sobald das Lebensmittel nicht mehr verzerrt wird, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Unverträglichkeit vor. Bei Allergien hingegen testen Spezialisten den Stoff, beispielsweise einen Apfel, an dem entnommenen Blut der Patientin/ des Patienten. 

 

Sowohl bei den Lebensmittelunverträglichkeiten als auch den den Allergien wird die Ernährung durch das Weglassen der Lebensmittel angepasst. Bei einer Lactoseintoleranz kann jedoch das Enzym Lactase dem Körper künstlich zugeführt werden, sodass trotz der Unverträglichkeit Milchprodukte kosumiert werden können. Falls es trotz einer Allergie zum Verzehr des auslösenden Stoffes kommt, muss schnellstmöglich ein Antihistaminikum, eine cortionhaltige Substanz und ein Adrenalinautoinjektor verabreicht werden, um den anaphylaktischen Schock zu verhindern. Folgend sollte zur Kontrolle ein Arzt aufgesucht werden. 

 

Bei der Ernährungsanpassung aufgrund einer Krankheit wird generell festgehalten, welche Lebensmittel gut und welche nicht so optimal sind und darüber hinaus, wie oft diese konsumiert werden dürfen. Häufig wird für die Patientinnen und Patienten ein Ernährungsplan erstellt. 

Allergie-Check

Fresenius Kabi - Ernährungstherapie